es ist mal wieder ein Monat vergangen und høchste Zeit für einen neuen Blogeintrag.
Hier ist viel passiert im letzten Monat. Ein ganz grosses Ereignis war der 17. Mai, das ist næmlich der Nationalfeiertag hier in Norwegen und der wird gross gefeiert.
Aber erstmal ein wenig zu meiner Bergentour.
Ich war næmlich, wie in meinem vorherigen Eintrag angekündigt, Anfang Mai mit 7 anderen Austauschschülern (drei aus Deutschland, eine aus der Schweiz, zwei aus Brasilien und eine aus Chile) in Bergen.
Ich bin hier an einem Mittwoch Morgen losgefahren, da ich da frei hatte wegen Nynorsk-Tentamen. Der Zug brauchte 7 Stunden, aber die Fahrt war sehr interessant, weil die Aussicht super war und es von Gegenden, wo der Frühling schon ausgebrochen war durch andere, wo noch sehr viel Schnee lag ging.
In Bergen wurde ich dann von einer sehr netten Verwandten von meiner Gastfamilie begrüsst und da habe ich dann auch übernachtet. Dieses Mal hatte ich auch keine Probleme sie mit ihrem Bergen-Dialekt zu verstehen, das letzte Mal war ich dort ja im Oktober und da war ich froh den Osloer Dialekt halbwegs verstehen zu kønnen.
Am Donnerstag trafen dann die anderen 7 aus Lillehammer ein und wir sind in unser Zimmer im Gæstehaus gezogen.
Die 4 Tage, die wir dort verbracht haben waren super und wir konnten Bergen richtig erkunden und hatten super Wetter (sehr untypisch für Bergen und vielleicht kønnt ihr euch noch an meine Bergen Bilder von Oktober erinnern).
Die Stadt ist wirklich wunderschøn und ich kann einen Besuch nur empfehlen!
Wir haben viele Museen besucht, uns die vielen schønen Holzhæuser angeschaut, waren im Theater und haben eine Fjordtour mit einem Boot gemacht.
Aber hier ein paar Bilder, die sagen viel mehr als Worte:
In der Nacht von Sonntag auf Montag ging es dann mit dem Nachtzug zurück nach Oslo und am Montag Morgen dann gleich wieder in die Schule.
Am Mittwoch war dann Henrik Wegelandtag mit vielen Vortrægen, Gedichten und Gesang.
Am Wochenende darauf waren wir dann mal wieder bei der Hütte und das Wetter war so gut, dass ich das erste Mal dieses Jahr im Meer geschwommen bin.
Die ersten beiden Tage war das Wasser relativ warm, aber am dritten Tag gab es morgens leider starken Wind und das Wasser war nachmittags so kalt, dass ich es nicht lange ausgehalten habe.
Und dann kam auch schon der 17. Mai. Am Morgen war ich erst mit meiner Gastfamilie bei der Schule von meinem mittleren Gastbruder und habe beim Flaggenheissen zugeschaut.
Die ganze Woche davor war es immer über 30 Grad warm und als wir da beim Flaggenheissen standen hat es doch tatsæchlich geschneit!
Es war dann auch den ganzen Tag regnerisch und ziemlich kalt, aber das hat die gute Laune der Norweger an diesem Tag nicht trüben kønnen.
Nach dem Flaggenheissen bin ich dann zu meiner Schule gefahren und da gab es dann 17.-Mai-Frühstück, wofür ich am Tag vorher mit ein paar Freunden die Sporthalle geschmückt hatte.
Wir haben jede Mene Essen und getrænke vom laden nebenan gesponsert bekommen und ausserdem gab es auch noch Kuchen und die halbe Schule war anwesend (freiwillig an einem Samstag Morgen um halb 9!).
Danach sind wir dann mit tausend Flaggen in Richtung Stadtmitte gegangen um uns für den grossen Umzug aufzustellen. Da machen vor allem die Grund- und Mittelschulen mit, aber die Kathedralschule ist als eine der wenigen Weiterführenden Schulen dabei.
Mit diesem Umzug sind wir dann die grossen Hauptstrasse zum Schloss hochgelaufen und haben Kønig, Kønigin, Kronprinzen und Prinzessin gewunken, die da auf dem Balkon standen.
Nach dem Umzug ging es dann noch zum 17.-Mai-Brunch meines æltesten Gastbruders, zum Korpsspielen des mittleren, der vor Kønig und Kønigin in der Kutsche hergelaufen ist und gespielt hat.
Und zum Schluss dann noch zu bekannten zum Kuchen und Abendbrot essen.
Ein langer, aber sehr schøner und interessanter Tag!
Danach kamen dann 2 ganz normale Wochen. Das Bild ist aus dem Sportunterricht, da machen wir im Moment so Dinge wie auf Bæume klettern:
Und letzten Mittwoch habe ich mit ein paar Freunden eine Station bei einer "historischen Stadtteilwanderung" gestaltet.
Das ganze war in einem grossen Garten, der ein Rest des Gartens von "John Collett" von 1807 ist und deshalb hatten wir alle Kostüme aus dem 19. Jh an und eine war als John Collett verkleidet und 3 hatten Instrumente und sassen in einem Baum und haben gespielt und ein paar andere haben ein kleines Theaterstück vorbereitet und ich habe mit allen anderen, die mit im Schulchor sind gesungen.

Wir sollten dann als die Leute von der Stadtteilwanderung kamen so tun, als seien wir alle bei John Collett in seinem riesigen Garten zu Besuch und das war sehr lustig.
Tja und Donnerstag hatte ich dann eventuell meinen letzten Schultag, meine Schule ist næmlich seit Freitag im Streik und keiner weiss, wann der endet.
Es sind einige Schule und Kindergærten von dem Streik betroffen, weil Lehrer und Erzieher in Norwegen im Vergleich zu anderen Berufen recht wenig Geld bekommen.
Ich hoffe, dass der Streik noch vor ferienanfang endet, damit ich nochmal zur Schule kann um mich von allen zu verabschieden!
Jetzt habe ich noch genau einen Monat in Norwegen und der Abschied wird bestimmt nicht einfach. Ich bin sehr gespannt, was mich in Deutschland erwarten wird und ich glaube besonders meine norwegische Schule werde ich sehr vermissen, wenn ich wieder in der deutschen sitze.
Ein Eintrag folgt wohl noch,
bis dahin,
Rebekka